Samstag, 16. Januar 2016

Durch Kastanienwälder von Intragna nach Ascona

15. Januar 2016


Route: Intragna - Ponte - Golino - Arcegno - Monte Verità - Ascona
9 km, 250 Hm Aufstieg, 350 Hm Abstieg, T2, 3 Stunden

Man muss die Feste feiern wie sie fallen. An Geburtstagen lassen wir den Alltag zu Hause und fahren irgendwo hin, wo man gut essen und auch im Januar wandern kann. Dieses Jahr leisten wir uns den Luxus einer Fahrt durch den Gotthard im Pano (Panoramawagen) hinunter ins geliebte Tessin.


 Der Blick aus unserem Zimmer auf die sommerliche Frühstücksterasse verspricht einen sonnigen Tag.


Giacometti: so heisst das Hotel, so heissen unsere Gastgeber.



Ein kleines, gemütliches Hotel - alle Räume sind originell und geschmackvoll eingerichtet.


Auf dem Weg zum Bahnhof begrüssen uns die frisch verschneiten Berge des Verzascatals. Minusio liegt noch im Schatten.


Mit der Centovallibahn fahren wir nach Intragna. Wir sind uns bewusst, dass es noch eine Weile dauert, bis die Sonne in die Talsohle und die schattigen Flanken scheint.


Auf steinigem und steilem Pfad steigen wir hinunter zur Brücke über die Melezza, wandern vorerst auf Asphalt nach Golina und zweigen dann rechts ab Richtung Arcegno. Die Kastanienwälder liegen noch im Schatten, aber drüben bei der Kapelle St. Anna scheint schon lange die Sonne.


Tief unter uns sehen wir Tegna und den Eingang ins Maggiatal. Der hohe weisse Berg ist der Madone. Eine Erinnerung wird wach: oben auf dem Gipfel wollte eine neugierige Ziege das Objektiv meiner Kamera sauber lecken. Ich war nicht einverstanden.


Unterwegs erinnert eine Tafel am Strassenrand an die internierten polnischen Soldaten, die diese Strasse erbaut haben. Kurz vor Arcegno werden wir das Barackenlager passieren, wo sie gewohnt haben.


Im Schatten Eis und in der Höhe die wärmende Sonne: damit muss man im Januar rechnen.


Nach gut einer Stunde passieren wir Arcegno, ein hübsches Dorf inmitten von Kastanienwäldern.


Nach Arcegno umrunden wir die Kuppe des Gratena und sind plötzlich inmitten skurriler Gestalten.





Der Weg ist schlecht markiert, wir sind immer wieder im Zweifel, ob wir richtig unterwegs sind. Endlich wieder ein Wegweiser!



Nach dem Monte Verità führt eine steile Treppe in der Falllinie direkt hinunter nach Ascona. Auf die düsteren Kastanienwäldern folgt Tessin pur.


Ascona - immer wieder ein traumhafter Ort.


Um 13 Uhr 10 kommen wir an. Die Turm- und die Sonnenuhr sind sich da einig - nur meine Kamera hat noch Sommerzeit .....


Januar an der Promenade: fast menschenleer, nur die Möwen sind präsent.





Diese Hausanschrift erinnert mich an unsere Freunde von der PPP-Wandergruppe.


Ein letzter Blick hinunter zum See - und dann geht es mit Bus und Bahn wieder zurück in den Alltag.